Das Weddellmeer

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Ein Schwerpunkt unserer Gruppenarbeit liegt in diesem Jahr darin, das Entstehen eines Meeresschutzgebietes in der Antarktis zu unterstützen.

Auf dem Sommerfest der Naturschule Grund haben wir 127 Unterschriften für ein Meeresschutzgebiet Weddellmeer in der Antarktis gesammelt. Dies war die letzte von zahlreichen Aktivitäten, die nicht nur im Bergischen Land sondern weltweit stattgefunden haben und erste Resultate zeigen:

Ein großer Teil der Krillfang-Industrie hat zugesagt, sich aus Gebieten rund um die antarktische Halbinsel zurückzuziehen. Diese Gruppe deckt etwa 85 Prozent des in der Antarktis gefischten Krills ab, unter ihnen findet sich auch der Marktführer Aker Biomarine. Die Unternehmen werden außerdem Pufferzonen um ökologisch besonders sensible Gebiete einhalten. Krill-Trawler müssen also künftig einen weiten Bogen etwa um Pinguinkolonien machen.Der Schutz der Antarktis ist auch in der Politik mehrheitsfähig: Mit einem fraktionsübergreifenden Beschluss forderten die Abgeordneten des deutschen Bundestages vor zwei Wochen die Bundesregierung auf, sich mit allen diplomatischen Mitteln für das Weddellmeer-Schutzgebiet einzusetzen. Und die Bundesregierung ist offenbar gewillt, diesem Wunsch nachzukommen: In einer Videobotschaft verspricht Fischereiministerin Julia Klöckner (CDU), die Bundesregierung werde alles in ihrer Macht Stehende tun, "um alle Vorbehalte, die unsere internationalen Partner noch haben mögen, auszuräumen."

Das vorgeschlagen Meeresschutzgebiet wäre mit rund 1,8 Millionen Quadratmetern rund fünfmal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Die Entscheidung trifft die Antarktiskonferenz mit Delegierten aus 25 Mitgliedsstaaten, die am 20. Oktober in Hobart, Australien startet. Falls Sie noch nicht unterschrieben haben, können Sie dies noch mit Hilfe der Online-Petition.